| Folgende
Fallbeispiele sollen veranschaulichen, welche Wege Läsionsketten
im Körper nehmen können. |
| 1.) |
Eine
34-jährige Patientin kam mit akuter Lumbalgie in die Praxis.
Die Anamnese ergab unter anderem, daß ihre beiden Fersen
(Dg.: Haglundferse bds.), rechts bereits zweimal und links
einmal operiert wurden, die Beschwerden jedoch immer noch
vorhanden waren. Bei der Untersuchung stellten sich Zusammenhänge
zwischen den Fersen und der Lendenwirbelsäule über den
M. Trizeps surae und die Ischiocrurale Muskulatur heraus.
Der Tastbefund ergab auch eine Tonuserhöhung des M. Iliopsoas,
sowie eine eingeschränkte Mobilität beider Nieren. Die
Behandlung konzentrierte sich hauptsächlich auf die Entspannung
des M. Iliopsoas, sowie der gesamten hinteren Beinmuskulatur.
Die Schmerzen im Fersen und Lendenwirbelsäulenbereich
verschwanden vollständig, ebenso verbesserte sich die
Mobilität der Nieren bei Palpation. |
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| 2.) |
Ein
60-jähriger Patient kam zur Behandlung wegen Schmerzen
in der linken Schulter. Die Anamnese ergab unter anderem
Magenbeschwerden mit ständigem Sodbrennen seit vielen
Jahren aufgrund einer bekannten Hiatushernie. Bei der
Untersuchung wurden auffällig starke Spannungen im Zwerchfell
gefunden, außerdem bestand ein Schultertiefstand auf der
linken Seite mit Retraktion der Scapula. Zu Beginn konzentrierte
sich die Behandlung auf den Schulterbereich mit den zugehörigen
Muskeln ohne signifikanter Besserung der Symptome. Erst
die Entspannung des Zwerchfells mit gleichzeitiger Befreiung
der Cardia aus dem Hiatus Ösophagus, bewirkten eine Verbesserung
der Schulter-Arm-Problematik und der Magenbeschwerden.
Außerdem reduzierte sich das ursprünglich mehrmals täglich
auftretende Sodbrennen. |
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Wir hoffen, daß wir Ihnen mit diesen Informationen einen
Einblick in unsere Arbeitsweise als Physiotherapeuten
und Osteopathen vermitteln konnten und danken Ihnen
für Ihr Interesse.
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