Was
ist Osteopathie?
Die
Osteopathie ist vor über 120 Jahren in Amerika entstanden.
Dr Andrew Taylor Still hat die Prinzipien der Osteopathie
entdeckt. Seither hat sie sich rasant weiterentwickelt und
verzeichnet größte Zuwachsraten an Osteopathen, sowie Patienten,
die sich nach osteopathischen Kriterien behandeln lassen.
Die
Osteopathie weiß um die Bewegungen im menschlichen Körper,
weiß um das Zusammenspiel der einzelnen Körperteile. Jeder
Teil, ob Knochen, Muskel oder Verdauungsorgan ist ständig
in Bewegung und kann nur so funktionieren. Es ist das Ziel
der Osteopathie, daß die einzelnen Körperteile wieder harmonisch
zusammenspielen, damit die selbstregulierenden Kräfte im
Körper ihre Arbeit aufnehmen und der Heilungsprozess einsetzen
kann.
Osteopathie heute:
Mittlerweile
hat sich die Osteopathie in Amerika als fester Bestandteil
der Medizin etabliert. Etwa 40000 Osteopathen praktizieren
hier ihren Beruf als Doktoren der Osteopathie. Bei der amerikanischen
handelt es sich um eine Weiterentwicklung der traditionellen
Osteopathie, bei der der Bewegungsapparat im Vordergrund
steht.
Die
in Europa praktizierte und als moderne Osteopathie bezeichnete
Form, wurde um die Bereiche der Behandlung der Organe und
des Craniosakralen Systems erweitert. Nach England gelangte
die Osteopathie in den fünfziger Jahren auch nach Frankreich.
Mittlerweile zählt sie auch in Belgien zu den anerkannten
Therapieformen. Seit Ende der achtziger Jahre finden in
Deutschland berufsbegleitende Ausbildungen in Form eines
5-jährigen Studiums statt.
Seit 1991 wird die Ausbildung zum Osteopathen auch in Österreich
an der Wiener Schule für Osteopathie durchgeführt. Sie dauert
6 Jahre und ist offen für Ärzte und Physiotherapeuten und
schließt nach Absolvierung der Diplomprüfung und Abgabe
der Diplomarbeit mit dem Titel Diplomierter Osteopath ab.
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Osteopathie
und Schmerzbehandlung
Die
Osteopathie bewirkt eine Verringerung der Schmerzbeeinträchtigung
und führt zu einer allgemeinen Verbesserung der Bewegungsfähigkeit,
und zu einer Erhöhung der Lebensqualität.
In vielen Fällen kann durch die medikamentöse Behandlung
des Arztes die Schmerzspirale unterbrochen werden. Bei
der osteopathischen Behandlung werden Blockaden, Verklebungen
und Fehlstellungen korrigiert, der Körper kommt ins Gleichgewicht
und die jedem Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte
können die vollständige Heilung bewirken.
Philosophie der Osteopathie
In
ihren theoretischen Grundlagen stimmt die Osteopathie
mit der Schulmedizin und anderen Naturwissenschaften überein.
Mit ihrer ganzheitlichen Sichtweise kann sie eine schulmedizinische
Behandlung ergänzen und ist somit eine Möglichkeit zu
einer dauerhaften Heilung. Das gilt vorallem dann, wenn
irgendwo im Körper eine Funktionsstörung besteht und noch
kein Gewebe zerstört wurde. Ist bereits Gewebe zerstört,
z.B. bei einem Bänderriß oder einem Knochenbruch, kann
ein Osteopath diesen Zustand zwar nicht rückgängig machen,
er kann jedoch in Zusammenarbeit mit der ärztlichen Versorgung
verhindern, daß es durch Fehlbelastungen und Bewegungseinschränkungen
zu Folgeschäden kommt.
Grundlage für die osteopathische Behandlung ist eine möglichst
genaue medizinische Abklärung und Diagnose. |
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